Glossar

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Die digitale Firmenzentrale, also die von Unternehmen bereitgestellte digitale Infrastruktur, wird heutzutage immer wichtiger – besonders für hybride und flexible Arbeitsmodelle. Denn der Wunsch nach Flexibilität im Job ist groß. Kein Wunder, vor allem Büroangestellte durften in den vergangenen zwei Jahren mehr Freiheit schnuppern. Flexibles Arbeiten vom heimischen Küchentisch aus, das war plötzlich für viele Realität. Corona bescherte einen Homeoffice-Rekord: Phasenweise arbeitete ein Viertel aller Erwerbstätigen remote.

Keine Frage, hybride und flexible Arbeitsmodelle sind gekommen, um zu bleiben – wenn es nach den Arbeitnehmer:innen geht. Diesen Trend bestätigt auch die Studie „Slack Tech Worker Survey“, die 2.000 Büroarbeiter:innen in Deutschland befragt hatte: 73 Prozent der Befragten wollen nicht mehr auf flexibles Arbeiten verzichten. Viele Unternehmen kommen dem nach: Homeoffice-Angebote haben sich weitestgehend etabliert. Viele Arbeitnehmer:innen sind dennoch gefrustet. Woran liegt's? Schuld sind Technik, IT und Co.!

Digitale Infrastruktur: Achillesferse vieler Unternehmen

Gerne wird das Homeoffice pauschal romantisiert. Was dabei vergessen wird: Die Basis, um selbstbestimmt und frei von überall aus zu arbeiten, bilden Technik und IT. Sprich, eine funktionierende digitale Infrastruktur ist unabdingbar.

In einer hybriden Arbeitswelt ist das einzige Büro, in das alle Mitarbeitende täglich kommen, die digitale Firmenzentrale. Sie macht die Flexibilität, die heute gefordert wird, erst möglich. Und genau daran hapert es: zu lahmes Netz, fehlendes technisches Equipment sowie umständliche und überladene Software. Das führt zu einem kollektiven Frust, der besonders tief bei Tech- und IT-Fachkräften sitzt. 60 Prozent würden den Job aufgrund der Unzufriedenheit mit der digitalen Ausstattung wechseln. Viele IT-Ler sind der Ansicht, dass die Software der Firma die Arbeit sogar verlangsamt: zu viele unterschiedliche Programme, die zudem unflexibel sind. 

Digitale Kollaboration im Homeoffice

Im Zeitalter von New Work entstehen neue agile Arbeitsabläufe, in denen Teamwork eine zentrale Rolle spielt. Kommunikation ist die Basis von Teamwork. Effiziente und agile Zusammenarbeit aus dem Homeoffice kann nur gelingen, wenn sich Teams untereinander vernetzen und austauschen können. Hierzu braucht es entsprechende digitale Kollaborationstools. Besonders dann, wenn hybrides und mobiles Arbeiten angeboten werden, ist es nötig, dass Tools zum Einsatz kommen, die den digitalen Austausch sowie die Zusammenarbeit unterstützen.

Häufig fehlt es in Unternehmen aber an Mut und Weitblick für deren innovative Anwendung. Die Konsequenz: Es wird improvisiert, was den Frust bezüglich der digitalen Infrastruktur weiter schürt. Der fehlende Zugang zu Kollaborationstools wirkt sich jedoch negativ auf die Innovationskraft von Unternehmen auf.

Software und Tools als Schlüsselfaktor im War of Talents

Tools und Software werden immer wichtiger, um in einer hybriden Arbeitswelt Talente zu finden und auch zu halten. Unternehmen, die bei Fachkräften heute eine Chance haben wollen, müssen flexible Arbeitsbedingungen und die dafür passende digitale Infrastruktur bieten.

In der hybriden Arbeitswelt wird es für Unternehmen immer entscheidender, welche Softwaretools zum Einsatz kommen. Deshalb fordern 46 Prozent der Befragten, dass ihre Arbeitgeber:innen die digitale Infrastruktur strategisch ausbauen. Vor allem IT-Fachkräfte wünschen sich ein größeres Mitspracherecht bei der Auswahl von Software und Tools.

Der Arbeitsmarkt ist ein Arbeitnehmermarkt geworden – das heißt, dass sich Talente heute aussuchen können, wohin sie gehen wollen. Umso wichtiger ist es für Arbeitgeber:innen auf Wünsche und Anforderungen der Arbeitnehmer:innen einzugehen. Zumal die Bereitschaft den Job zu wechseln sehr hoch ist. Sicher, dabei geht es häufig um das Gehalt (vgl. TALENT REPORT 02/2022). Geld ist aber nicht alles. Flexible Arbeitsbedingungen und die dafür passende digitale Infrastruktur sind ein maßgeblicher Faktor, der entscheidet, ob jemand im Unternehmen bleibt oder sich was Neues sucht.

Digitale Infrastruktur: Mitarbeitende ins Boot holen

Fragen Sie sich, kann es sich Ihr Unternehmen leisten, dass Fachkräfte abwandern, weil die Software veraltet und umständlich ist, der Laptop – falls vorhanden – keine Kamera für Online-Meetings hat, der Weg ins Netzwerk einem Trampelpfad gleicht?

Unsere Tipps

  • Holen Sie Expert:innen aus den Fachabteilungen bei der strategischen Optimierung Ihrer digitalen Infrastruktur mit ins Boot.
  • Fragen Sie, was gut läuft, was nicht, was für Funktionen werden bei der digitalen Infrastruktur gebraucht? Kleine Zugeständnisse können bereits große Wirkung zeigen.
  • Erarbeiten Sie Prioritäten – was ist ein Muss, was kann warten.
  • Zu guter Letzt: Arbeiten Sie an Ihrer Arbeitgeberattraktivität. Punkte, wie flexible Arbeitsbedingungen, eine digitale Infrastruktur, ziehen bei Talenten und sollten unbedingt Bestandteil Ihres Employer Brandings sein – so klappts auch beim Recruiting. 

Sie möchten flexible Arbeitsbedingungen sowie digitale Infrastruktur als festen Bestandteil Ihre Arbeitgebermarke integrieren? Gerne unterstützen wir Sie von Personalwerk hierbei. Als Spezialist für Employer Branding entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen eine individuelle Strategie, die zu Ihrem Unternehmen passt.

Kommen Sie gerne auf uns zu: web@personalwerk.de.

 

Quellen:
Personalwerk GmbH (2022): Pendeln, Umziehen, Remot. Mobilitätsbereitschaft von Bewerber:innen im Zeitalter von New Work. TALENT REPORT 02/2022.
Slack.com (2022): Introducing a new study on The Remote Work Tech EffectOnlinemarketing.de (2022): 60 Prozent der Tech-Angestellten würden Job wegen Unzufriedenheit mit digitaler Infrastruktur wechseln
InsideIT (2022).de: Verlust von Talenten wegen Technik-Frust?
Bildnachweis: istock.com/vejaa

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